 Bauen mit Köpfchen: Bauen mit HolzDem Baustoff Holz gehört die Zukunft. Das natürliche Material steht nicht nur für Wohnlichkeit, sondern überzeugt auch durch praktische und ökologische Vorzüge: Holz ermöglicht kostengünstiges Bauen, hilft Energie zu sparen, ist frei von Schadstoffen, schafft ein gesundes Raumklima, ist belastbar, langlebig, pflegeleicht, ressourcenschonend und nicht zuletzt unendlich vielseitig in seinen Gestaltungsmöglichkeiten.
Holz, einer der ältesten Baustoffe, wird von Architekten und privaten Bauherren als idealer Baustoff wiederentdeckt. Das Erscheinungsbild und die gestalterische Vielfalt von Holzhäusern haben sich erheblich gewandelt. Während früher Block- und Fachwerkbauten vorherrschten, bietet die Holzbaubranche heute eine große Palette moderner Bauweisen, wie beispielsweise Holzrahmen- und Holzskelettbau. Individuellen Gestaltungswünschen sind kaum Grenzen gesetzt. Doch was macht Holz zum Allroundtalent unter den Baustoffen?
Individuell gestalten - kostengünstig bauenHolz kann besondere Materialeigenschaften für sich verbuchen: Es verbindet hohe Festigkeit mit einem relativ geringen Gewicht und kann daher einfach transportiert und auf der Baustelle montiert werden. Holz lässt sich optimal mit anderen Baustoffen kombinieren und leicht verarbeiten. Bei Systembauweisen können die Holzbauteile den Vorgaben des Bauherren entsprechend im Werk vorgefertigt werden – und dies in sehr kurzer Zeit. Das macht den Fortgang des Bauvorhabens unabhängig von der Jahreszeit und den Witterungsbedingungen, verkürzt die Bauzeit und minimiert somit die Kosten – denn auch beim Bauen gilt: Zeit ist Geld! Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die im Vergleich zu konventionellen Baustoffen schlanke Holzkonstruktion schafft Platz im Innenraum. Bei gleich großer Wohnfläche hat das Holzhaus eine bis zu 10 Prozent größere Nutzfläche als andere Bauten. Ökologisch bauen und die ökonomischen Vorteile nutzenAuch ökologische Aspekte spielen heute bei der Wahl der Baumaterialien eine entscheidende Rolle. Als nachwachsender Rohstoff bietet Holz eine unvergleichlich günstige Ökobilanz, insbesondere wenn es aus nachhaltiger Forstwirtschaft ohne lange Transportwege in die Verarbeitung und zum Verbraucher gelangt. Der natürliche Baustoff verbraucht für sein Wachstum ausschließlich Sonnenenergie und speichert zudem das klimaschädliche Treibhausgas CO2. Holz zu verwenden bedeutet also, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Und auch wirtschaftlich zahlt sich das Bauen mit Holz aus, weil es hilft, die Heizkosten zu reduzieren. Der organische Baustoff ermöglicht einen besseren Wärmeschutz als manch anderes konstruktive Material, denn die in den Zellen des Holzes enthaltene Luft sorgt für eine natürliche Dämmung. Zusätzlich erlaubt die Konstruktionsweise beim Bauen mit Holz das problemlose Einbringen bedarfsgerecht optimierter Wärmedämmschichten. Holzbauweisen bieten folglich beste Voraussetzungen, um die Standards für Niedrigenergiehäuser zu erfüllen. Behaglich, gesund und sicher wohnenBehaglich, gesund und sicher wohnen So wie Holz – global betrachtet – das Klima verbessert, schafft es auch in Wohnräumen auf ganz natürliche Weise eine gesunde Atmosphäre und ausreichende Luftfeuchtigkeit. Ob Sommer oder Winter, in einem aus Holz gefertigten Haus herrscht immer eine angenehme Raumtemperatur. Holz nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab, sobald die Luft in den Wohnräumen zu trocken wird.
Gesund wohnt man mit Holz nicht zuletzt, weil das Material frei von Schadstoffen ist. Beim Holzschutz kann man heute vollständig auf Chemie verzichten, wenn das Holz trocken eingebaut oder resistente Holzarten eingesetzt werden. Statt chemischer Mittel helfen zudem bauliche Maß-nahmen, wie beispielsweise ein ausreichender Dachüberstand, das Material vor übermäßiger Nässe zu bewahren. Holz ist pflegeleicht: Auch im Außenbereich braucht es keine Oberflächenbehandlung. Das Anstreichen einer Holzfassade ist keine Frage der Haltbarkeit des Materials, sondern reine Geschmacksache!
Bei der brandschutztechnischen Bewertung schneiden Holzhäuser ebenfalls gut ab. Zeitgemäße Holzkonstruktionen verfügen über eine hohe Sicherheit im Brandfall, weil sich Holz bei größeren Querschnitten oder einseitiger Brandbeanspruchung schlecht entzündet. FazitStarke Argumente sprechen für Holz. Als Baustoff ist es unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten eine gute Wahl. Seine konstruktiven und bauphysikalischen Eigenschaften machen ihn zu einem idealen, universell einsetzbaren Baustoff sowohl für den Innenausbau als auch für die gesamte Hauskonstruktion. Das Material verbindet Natürlichkeit mit Ästhetik und garantiert ein hohes Maß an Wohnqualität.
Und mehr noch: Niemand muss sich Sorgen machen, dass eine verstärkte Nutzung heimischen Holzes dem Wald schadet oder ihn gar bedroht – im Gegenteil. Die Gesamtwaldfläche der Bundesrepublik nahm seit 1960 um rund 500.000 Hektar zu. Dies ist der Verdienst der deutschen Forstwirtschaft, die strikt nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit handelt und sicherstellt, dass nur so viel Holz geerntet wird, wie dauerhaft nachwächst und dabei so gewirtschaftet wird, dass auch Boden, Tier- und Pflanzenwelt intakt bleiben. |